Fantasy Filmfest 2011 – Nachtrag, Teil 2

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Fantasy Filmfest 2011 – Nachtrag, Teil 1

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Wie schon in den Jahren zuvor sind meine FFF-Kritiken auch auf Stefan Dabrocks Seite dvdheimat online gegangen. Stefan saß ebenfalls mit Festivalkarte im Kino (allerdings nicht in Berlin, sondern eine Woche später in Köln) und hat ein paar Filme besprochen, die ich verpasst habe:

Rabies Saint American Translation False Trail

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Oh Schreck der heiligen Geister! – Der Zauberfilmdirektor Phil Fox und das Elend von Camelot (Teil 3)

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- Teil 12 -

Zusammenfassende Anm. von Lukas: Ich weiß aus eigener, schmerzlicher Erfahrung, dass Filmemachen ein langwieriger Prozess ist. Dass sich die ganze Angelegenheit im Falle von Die Erbin von Camelot aber als so derartig haarsträubend gestaltete, wie im zweiten Teil dieses Artikels geschildert, lässt sich vielleicht durch ein Detail erklären, das Dirk mir am Rande erzählte: Phil Fox war extrem abergläubisch, und das nicht auf irgendeine reflektierte, selbstironische Weise. Nach dem schon erwähnten Busunfalltod von jemandem (der nicht mal direkt am Film beteilgt war) war der Herr Kursleiter davon überzeugt, dass desjenigen wütender Geist nun über ihnen allen schwebe und die Produktion deswegen verflucht sei. Auch hielt er alle Story- oder Bildideen, die er nicht sofort einordnen konnte, für Teufelswerk. Nicht für schlecht oder ungeeignet, sondern ernstlich für etwas Satanisches. Wörtliches Zitat Fox: “Voodoo kommt mir nicht in den Film!” Man könnte sich denken, dass diese Weltsicht ein höchst individuelles Kunstwerk gebiert. Und dass dieses Kunstwerk bei seiner Premiere nicht notwendigerweise einhellig gefeiert wird. Gongschlag zur letzten Runde:

Orkzorn?

Ein Jahr war inzwischen seit Beginn des Projekts vergangen. Es war September 2005, die Hauptdarstellerin fiel für Nachdrehs aus, da sie seit längerem schwanger war (wahrscheinlich tatsächlich eine bessere Verwendung der Zeit), es hatte achtzehn Drehbuchfassungen gegeben, von denen keine die gedrehten Szenen enthielt, und außerdem den so verzweifelten wie ernstgemeinten, im Nachhinein durchaus vernünftig klingenden Vorschlag eines Kursmitglieds, alle entstandenen Handlungslöcher durch ein allmächtiges Wesen namens „Orkzorn“ zu erklären. Ich versuchte mittlerweile, die Abbuchungen der Musikschule für den längst nicht mehr laufenden Kurs zu stoppen und sicherzustellen, dass ich nicht im Abspann des Films genannt würde. Das ginge, wurde mir versichert, da die Credits noch nicht „aus dem hollywood computer drausen“ (Fox, wer sonst?) wären.

Überhaupt interessierte mich, was gerade mit dem Film geschah, von dem ich nichts mehr hörte und mit dem ich ja irgendwie zu tun hatte. Aus einer Email von Phil Fox: Weiterlesen

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Oh Schreck der heiligen Geister! – Der Zauberfilmdirektor Phil Fox und das Elend von Camelot (Teil 2)

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- Teil 11 -

Ein Gastbeitrag von Dirk M. Jürgens.

Zusammenfassende Anm. von Lukas: Im Herbst 2004 begegnen sich Dirk M. Jürgens und Phil Fox anlässliche eines Filmkurses an der Musikschule Rendsburg. In der Phantasie von Kursleiter Fox ist die norddeutsche Kleinstadt ein Vorort von Hollywood, in der gemäßigteren Wahrnehmung Dirks die Arbeit mit Fox eine Vorschau aufs Fegefeuer. Im ersten Teil verwandelte Fox Dirks Nervenkostüm in ein Alarmglockenspiel, indem er in einem stetigen Crescendo erst eigenartige Änderungswünsche bezüglich Dirks Drehbuch hatte und schließlich überraschend zu einem Casting lud, das nicht so wirklich zu der Filmhandlung, auf die man sich verständigt hatte, zu passen schien. Die Ereignisse spielen sich in einer Musikschule ab, bleiben wir also ruhig bei Bildern aus dem akustischen Bereich – Es folgen ein paar überaus dissonante Akkorde:

Dieser Aushang hing während des Castings am Saaleingang. Zeitreisen gab es in meiner Version der Geschichte übrigens nicht, aber das ist noch das geringste Problem.

Fox teilte das Drehbuch aus, welches er zusammen mit seiner Schülerpraktikantin erarbeitet hatte. Nun ist mir klar, dass ein Drehbuch im Laufe einer Produktion Änderungen unterworfen sein kann (schließlich hatte ich das meine schon zig mal den Wünschen unseres Kursleiters angepasst). Aber abgesehen davon, dass dieses hier aufgrund mangelhafter Deutschkenntnisse seines Autors eine sprachliche Katastrophe war – es hatte irgendwie nichts mehr mit dem zu tun, was ich geschrieben hatte. Ja, Merlin kam vor. Und Morgana, Mandy (umbenannt in „Alice“) und Thorsten. Neu waren unter anderem König Artus samt Hofstaat (für eine einzelne kleine Szene, in der der legendäre Monarch nur einen einzigen, kleinen Satz spricht) und ein gewisser „Sven“, der sich in einem kurzen Monolog gleich anfangs von Alice (der Nachfahrin von König Artus) trennt:

Laut Fox sollten wir unsere Heldin so gleich zu Beginn näher kennenlernen. Sie sei nämlich so eine, von der sich ihr Freund trennt. Jawohl, so eine!

Ohne erkennbares System springt die Handlung immer wieder zwischen Mittelalter und Gegenwart umher, bis Mordred und der König schließlich aufeinander treffen. Es kommt zur folgenden, kryptischen Szene: Weiterlesen

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Oh Schreck der heiligen Geister! – Der Zauberfilmdirektor Phil Fox und das Elend von Camelot (Teil 1)

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- Teil 10 -

Ein Gastbeitrag von Dirk M. Jürgens.

Anm. von Lukas: Mein vielfacher Koautor Dirk ist niemand, der schnell vergibt. Die folgende Geschichte ist zwar mittlerweile einige Jahre her, aber wenn man ihn darauf anspricht, gibt er sich selbst heute noch keine Mühe, seinen blanken Zorn zu überspielen. Seit ich ihn kenne, hat er das Drama um das, was er nur „den anderen Film“ zu nennen pflegt, immer mal wieder am Rande erwähnt, und seit ich an dieser Reihe schreibe, habe ich ihn bekniet, diese abstruse Angelegenheit endlich aufzuarbeiten. Glücklicherweise hat er jeden einzelnen Schnipsel der Posse aufgehoben – das Material füllt zwei Aktenordner. Futter genug für einen überlangen Artikel, den er nichtsdestotrotz in einem Rutsch in die Tastatur dellerte. Da musste was dringend raus. Mir oblag es nur noch, seinen getippten Wutanfall zu lektorieren. Vorhang auf:

Unsere Geschichte beginnt harmlos und alltäglich mit einem – wenn ich mich recht erinnere in einem Copyshop gefundenen – Flyer der Rendsburger Musikschule:

Zwar machte mich der mir unbekannte Ausdruck „Filmdirektor“ etwas stutzig, aber was weiß denn ich, was es nicht vielleicht so alles für Berufsbezeichnungen gibt? Es hätte mich auch skeptisch machen können, dass ein Filmkurs in der Musikschule und nicht der lokalen Volkshochschule gegeben wird, aber begierig darauf, mich nach allerlei Comics auch mal in die Welt bewegter Bilder zu betätigen, investierte ich die ersten 31 € und erschien zum vorgegebenen Zeitpunkt am vorgegebenen Ort.

Es war Herbst 2004. Ich ahnte nicht, dass sich das folgende Drama bis zum Sommer 2006 hinziehen würde. Weiterlesen

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Die Abenteuer von Blaues Gekrakel

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Ein Gastbeitrag meines Ko-Autors Dirk M. Jürgens (mit dem zusammen ich im Übrigen letzten Monat ein Mini-Drehbuch geschrieben habe, dessen Umsetzung nun von der Nachwuchsmedienförderung Rheinland-Pfalz mit immerhin 3.000,-€ unterstützt wird. Na also, geht doch.).


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