Lukas of the Universe (plus Wettbewerb)

6 Kommentare

Das Folgende birgt die Gefahr, ein wenig klebrig-nostalgisch zu werden, aber da müsst ihr jetzt durch, denn weiter unten gibt’s was zu gewinnen. Zunächst aber:

Etwas Hintergrund

Die homoerotisch konnotierten Helden meiner Kindheit: Muskulöse Monster in knappen Fellhöschen und antropomorphe Erpel mit nackten Ärschen.

Als ich vier Jahre alt war, waren die beiden vielleicht wichtigsten Dinge in meinem Leben Micky-Maus-Hefte und Masters of the Universe. Das jeweils aktuelle Micky-Maus-Heft lag pünktlich und ohne Vorbehalte an jedem Samstag in meinem Kinderzimmer – nichts aber hätte meine Eltern damals dazu veranlassen können, mir waffenstarrende, noch dazu amerikanische Actionfiguren in die kleinen Hände zu drücken. Die Dinger musste ich mir höchstpersönlich vom Munde absparen, und die erste hatte ich erst zwei Jahre später, als ich bereits über das stattliche wöchentliche Taschengeldeinkommen von 1,50 DM verfügen konnte und regelmäßig von meinen Großeltern gesponsort wurde.

Diese zwei Jahre Durststrecke aber wollten überwunden werden, und wenn ich schon keine echten Masters haben konnte, dann malte ich mir wenigstens welche. Und weil ich keine halben Sachen machte, imitierte ich nicht einfach die Figuren, die ich aus dem Kindergarten kannte, sondern malte Monstrositäten die mir grade in den kindlichen Sinn kamen, schnitt die Dinger mit meiner gelben Bastelschere aus und schuf so meine eigene gottverdammte Actionfigurenserie. Ein paar Dutzend haben bis heute überlebt:

Für so ein Franchise braucht man natürlich auch die passende Cross-Promotion, also nahm ich irgendwann (vermutlich war ich mittlerweile fünf, aber so genau lässt sich das alles nicht rekonstruieren) mein Micky-Maus-Know-How und malte auf zwei zusammengeklebte DinA4-Seiten meinen allerersten Comic. Den hier:

(Zum Vergrößern anklicken.)

Im Nachhinein wirkt diese Bildergeschichte auf mich wie ein etwas wirrer Traum. Einige Elemente kann ich konkreten Vorlagen zuordnen (bis hin zu beschreibenden Textzeilen aus Hörspielen, die ich kannte, und einzelnen Comic-Panels, die ich damals gesehen hatte), aber die Zusammenhänge sind nicht immer eindeutig, und die Handlung läuft auch nicht so ohne Weiteres von A nach B. Andererseits bilden manche Bilder problemlos eine zusammenhängende Sequenz, also sollte man davon ausgehen, dass ich mir auch beim Rest durchaus etwas gedacht habe. Sprechblasen sind keine überliefert, denn Lesen und Schreiben konnte ich noch nicht. Deswegen kommt ihr hier ins Spiel:

Etwas Wettbewerb

Meine gelbe Bastelschere.

Ich suche die ultimative Betextung für diese Geschichte. Speichert euch den Comic, klebt in Photoshop, MS Paint oder sonstwie (Ausdrucken/reinmalen/einscannen, …was weiß ich) Sprechblasen in die Bilder und mailt mir das Ergebnis zu. Den Gewinner bestimme ich nach eigenem Gutdünken mithilfe eines sehr, sehr komplizierten Qualitätsmessungs-Algorithmus. Einsendeschluss ist in genau einem Jahr, am 31. Dezember 2011. Das hat zwei Gründe: Zum einen hoffe ich natürlich darauf, dass innerhalb dieses extralangen Zeitraums wenigstens drei oder vier zwei oder drei Leser ihre Hintern hochbekommen und was einschicken. Zum anderen soll mich das dazu bewegen, selbst meinen Hintern hochzubekommen, denn der glitzernde Gewinn ist ein Exemplar von allem, was ich im kommenden Jahr an greifbaren Dingen veröffentlichen werde. Was genau das sein wird, kann ich noch nicht wirklich absehen, aber irgendwas wird kommen. Notorische Kollaborateure und nostalgische Verwandte dürfen gerne mitmachen, gewinnen aber nix.

Ein paar Tipps und Hinweise

  • Da die Leserichtung nicht immer so ganz klar ist, interpretiert sie am besten einfach so, wie es euch in den Kram passt.
  • Ihr könnt alles einfügen, was ihr für eure Geschichte braucht: Sprechblasen, Soundwords, auch Veränderungen an meinen Zeichnungen, wenn es denn der Wahrheitsfindung dient.
  • Ich hatte schon damals den Hang, angefangene Projekte unvollendet wegzulegen, wenn mir die nächste Idee kam, bin mir aber sicher, dass die Geschichte komplett ist.

So. Dann bin ich mal gespannt.

Nachtrag, Oktober 2011:

Ich bin dieses Jahr unerwartetermaßen umgezogen, was mich unterm Strich gut vier Monate auf Trab gehalten und  sämtliche wohlgestalteten Pläne über den Haufen geworfen hat – weswegen dann auch wenig von dem, was ich in diesem Jahr schaffen wollte, fertig geworden ist. Deswegen lass ich den Wettbewerb erst mal Wettbewerb sein und hol den Artikel wieder aus der Versenkung, wenn ich mein Pensum aufgearbeitet habe, okay? Super!

6 Kommentare

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  1. Dietmar
    Jan 02, 2011 @ 03:38:46

    Dass der Sägefisch das Boot zerteilt, ist köstlich!

  2. Sebastian
    Jan 04, 2011 @ 14:31:31

    Also ich mache in jedem Fall mit bei deinem Wettbewerb! Ich habe übrigens auch einen Wettbewerb laufen… Wer ein spassiges oder auf irgendeine Art kompetentes, inkompetentes oder unterhaltsames Zitat seiner “Meinung” zu meinem Webcomic “Spatzbrück” schickt (zitierfähig mit Name oder Kürzel), der bekommt per Post eine Orginalzeichnung eines Spb-Charakters nach Wahl! Mach doch mit! einfach per Email einreichen. Jeder gewinnt!

  3. Lukas
    Jan 04, 2011 @ 16:20:52

    … Ende des Werbeblocks. 8)

  4. comicfreak
    Jan 04, 2011 @ 19:45:47

    ..och, menno, dabei wollte ich gerade mein fertig gedruckt im Keller liegendes Comic bewerben, dessen Erscheinen damals(tm) mit der Brütphase des Juniors zusammen fiel und deshalb nie den Markt revoluzionierte..

    @ Lukas
    ..magst du ein signiertes Gratisheft haben?
    Wortvogel hat auch eines! Einfach kurze Mail.

  5. Dietmar
    Jan 06, 2011 @ 03:25:10

    Mir fällt kein Text ein.

    Muss ich mir die Bastelschere wohl von meinem Sohn klauen. 8-)

  6. CrazyEddie
    Jan 20, 2011 @ 23:09:53

    Ui, na denn will ich mal frisch ans Werk und hoffe die doch sehr knappe Timeline einzuhalten…

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